Der Fachbereichsrat der Wirtschafts- wissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg hat Prof. David B. Audretsch, Ph.D., für seine “herausragenden Verdienste auf wissenschaftlichem Gebiet, insbesondere im Bereich der empirischen Industrieökonomik”, die Würde eines Ehrendoktors verliehen.
David Audretsch nutzte die Verleihung, um die besondere Bedeutung von Entrepreneuren hervorzuheben: “Es gibt einen statistischen Zusammenhang zwischen unternehmerischer Aktivität und der Entwicklung einer Region.” Deutschland profitiere vor allem von Innovationen seiner mittelständischen Betriebe.
Die feierliche Ehrenpromotion fand am 2. Juli 2008 statt. Das Foto zeigt David Audretsch, gemeinsam mit dem Präsidenten der Universität Augsburg, Prof. Dr. Wilfried Bottke.
Wie können Menschen, Regionen und Gesellschaften erfolgreich in einer Welt bestehen, in der Arbeitsplätze über Nacht ins Ausland, ja sogar auf andere Kontinente verlagert werden können? Diese Frage beantwortet der vielfach preisgekrönte Ökonom David Audretsch, Direktor am Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena und Profossor an der Indiana University (USA) in seinem neuen Buch „The Entrepreneurial Society“, das vor kurzem bei Oxford University Press erschienen ist.
David Audretsch wendet sich mit diesem Buch erstmals ein breites Publikum. „Ich habe dieses Buch geschrieben, um meiner Generation zu erzählen, was mit der Welt geschehen ist, die wir kannten und liebten“, sagt er und hofft, dass „The Entrepreneurial Society“ vielen helfen wird, sich den Chancen der Globalisierung zu öffnen, statt ihr Opfer zu werden.
„Wenn der Wettbewerbsvorteil Ihres Unternehmens auf der Kostenseite liegt, dann sind Sie draußen“, sagt Audretsch. „Wenn Sie in den USA und Europa bleiben und erfolgreich sein möchten, muss der Fokus auf Innovationen liegen.“ Unternehmen und Regionen die auf neue Ideen, Marktnischen und Kooperationen in diesem weltweiten Wettbewerb setzen, können auch in Europa oder den USA Arbeitsplätze schaffen bzw. erhalten.
Entsprechend wandeln sich auch politische Strategien: Konnten Regierungen zu Zeiten des Kalten Krieges noch große Konzerne in den Mittelpunkt ihres Interesses stellen (und kleine Unternehmen als irrelevant ignorieren), verschiebt sich ihr Fokus nun zusehends hin zu technologie- und wissensbasiertem Entrepreneurship. Denn Start-Ups und kleine Unternehmen bilden die treibende Kraft hinter Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und damit neuen Arbeitsplätzen.
„Es zeigt sich, dass neue Ideen dort entstehen und vorangebracht werden können, wo Menschen unmittelbar zusammenkommen, die Initiative ergreifen und spontan aufeinander reagieren können. „Get together and jam – Unternehmensinnovation funktioniert ganz ähnlich wie Musik. Die beste Arbeit geschieht, die besten Stücke entstehen, wenn Musiker zusammenkommen und frei improvisieren.“
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